Donnerstag, 27. Oktober 2016

Alkoven bis Van - alle Wohnmobil-Typen auf einen Blick

Reisemobile sind bei den Deutschen beliebt wie nie zuvor. Urlaub mit dem Camper ist in, die Branche verzeichnet Absatzrekorde. Die Anzahl der angebotenen Modelle ist schier unüberschaubar. Doch es gibt natürlich auch Unterschiede, denn los geht es bei 40 000 Euro – und nach oben besteht im Prinzip keine Grenze. Und ein Reise- ist noch lange kein Wohnmobil. Grundsätzlich unterscheidet man ausgebaute Kastenwagen (auch Vans genannt), Alkovenmobile, Teilintegrierte und Integrierte. Zudem gibt es Sonderformen wie Fernreise- und Expeditionsmobile, Pick-ups mit fest montierten oder absetzbaren Wohnkabinen oder mit Wohnaufliegern.

Die bevorzugten Reiseziele und die geplante Reisezeit spielen bei der Auswahl des richtigen Reisefahrzeugs eine wesentliche Rolle. Enge Gassen in romantischen Winzerorten sind wenig geeignet für eine „Landyacht“ mit üppigen Abmessungen. Die wird einem die Urlaubsfreude vermiesen, wenn man damit im wahrsten Sinne des Wortes die Kurve nicht kriegt. Auch eine zu große Außenhöhe ist beim Unterqueren von Brücken, bei Tunnel- oder Tordurchfahrten oft hinderlich. Wer für seine Urlaubsreisen auf die Nutzung von Fähren angewiesen ist merkt rasch, dass längere Mobile ins Geld gehen. Denn die Fährpassagen bemessen sich nach Fahrzeuglänge, jeder angefangene Meter kostet.

Wohnmobilurlaub Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC

Ein Fahrzeug, in dem sich sechs Personen im skandinavischen Winter aufhalten sollen, muss anders dimensioniert und ausgestattet sein als ein Reisemobil, mit dem zwei Personen im Sommer den Süden erkunden. In der warmen Jahreszeit spielt sich ein Großteil des Urlaubs im Freien ab, das Mobil kann etwas kleiner ausfallen. Im Winter hingegen verbringt man einen guten Teil des Urlaubs im Fahrzeug, das vernünftig isoliert und gut beheizbar sein sollte. In einem zu kleinen Fahrzeug geht sich eine Familie mit mehreren Kindern ziemlich schnell auf die Nerven.

Beim Reisemobil liegt der Schwerpunkt der Nutzung auf dem Reisen. Dafür sollte das Fahrzeug kompakt und wendig sein, zudem – relativ – flott für schnelle Ortswechsel. Reisemobile sind für all jene Camper gedacht, die meist nicht länger als zwei, drei Tage an einem Ort bleiben. Die zudem auch ein alltagstaugliches Fahrzeug suchen, das sich auch außerhalb der Reisesaison nutzen lässt. Bei einem Wohnmobil liegt der Schwerpunkt seines Einsatzes auf dem Komfort im Stand. Dafür braucht es ein entsprechend dimensioniertes Fahrzeug mit hinreichend Raum für die Bereiche Wohnen, Kochen, Schlafen und das Sanitärabteil. 

Ausgebaute Kastenwagen oder Vans nutzen als Basis Kleinbusse oder Lieferwagen mit serienmäßiger Stahlblech-Karosserie. Sie sind durch ihre meist kompakten Abmessungen und die erreichbaren Geschwindigkeiten reise- wie alltagstauglich. Beim Platzangebot hingegen muss man Abstriche machen. Das gilt noch mehr für die Mini-Reisemobile, Hochdach-Kombis wie Citroen Berlingo, Renault Kangoo oder VW Caddy mit eher spartanischem Ausbau: Ein kleiner Küchenblock, eine Liegefläche und Stauraum müssen in dieser Klasse genügen.


Der klassische „Reise-Bus“ ist nach wie vor der VW Bus, mit dem das Segment vor rund einem halben Jahrhundert begründet wurde. Er ist vielleicht „das“ Reisemobil schlechthin. Es gibt zwei Sitzplätze im Fahrerhaus, dazu eine Sitzbank im Heck mit weiteren zwei bis drei Sitzplätzen. Umgeklappt entsteht aus der Sitzbank ein Doppelbett, ergänzt durch ein weiteres im Dachbereich. Realisierbar ist etwa ein festes Hochdach, das im Stand Stehhöhe bietet. Flacher – und damit noch garagentauglich – gerät das Fahrzeug mit einem aufstellbaren Schlafdach. Das muss jedoch im Stand zum Erreichen von Stehhöhe erst aufgeklappt werden. Zudem ist es in der Regel nicht so gut isoliert wie ein Hochdach. So taugt es eher für den Sommerurlaub, punktet aber durch geringere Fahrzeughöhe und günstigeren Kraftstoffverbrauch. Der übliche Grundriß bietet einen auf der Beifahrerseite angeordneten Küchenblock mit Spüle, Kühlschrank und Kocher, im Heck ergänzt um Stauraum. Ab etwa 40 000 Euro ist ein ausgebauter VW Bus zu haben.

Campingbus Flowcamper VW T6

Eine Nummer größer als Ausbauten des VW Bus sind Modelle auf Basis des Fiat Ducato, Mercedes-Benz Sprinter oder VW Crafter. Bei entsprechend größerer Außenlänge bieten sie auch Platz für eine Nasszelle. Und, je nach Abmessungen und Grundriss, auch für ein fest installiertes Doppelbett. Die Preise starten bei rund 60 000 Euro.

Campingbus Mercedes-Benz Marco
Über lange Jahre hinweg galten Alkovenmobile als das Wohnmobil schlechthin. Kennzeichen dieser Fahrzeuge sind die über das Fahrerhaus mit serienmäßigen Stahlblechtüren hinaus ragenden Überbauten (Alkoven). Sie brachte den Mobilen auch den Beinamen „Nasenbären“ ein. Im Alkoven befindet sich üblicherweise ein Doppelbett, mittlerweile sind auch zwei längs installierte Einzelbetten realisierbar. Das macht die Mobile ideal für Familien mit Kindern und auch für die Vermietung. Durch die dicke Nase sind die Alkovenmodelle meist relativ hoch, mit entsprechendem Kraftstoffverbrauch.
Dafür bieten sie andererseits reichlich Platz und ein für Familien ausreichendes Bettenangebot. Mit Stockbetten im Heck oder an der Seite kommen selbst mehrere Kinder für die Nacht unter. Auch Paare ohne Kinder schätzen das Platzangebot der Alkovenmobile. Der schnarchende Partner kann ins Oberstübchen verbannt werden und obendrein ist dort reichlich Platz für Bettzeug, Jacken oder Mäntel. Die Preise für „Nasenbären“ starten bei rund 45 000 Euro.

Alkovenmodell Hobby Siesta De Luxe A65

In den vergangenen Jahren überholten die Teilintegrierten die einst so beliebten Alkoven-Fahrzeuge in den Absatzzahlen. Ihre Front ist flacher und aerodynamischer. Das ganze Fahrzeug hat daher gegenüber einem Alkovenmobil eine geringere Außenhöhe. Der Spritverbrauch ist geringer, dafür muss jedoch auf das fest installierte Doppelbett verzichtet werden. Über den Fahrerhaussitzen absenkbare Hubbetten stellen mittlerweile aber die Alternative dar. Nicht durchsetzen konnten sich Teilintegrierte, die mit aufstellbaren Schlafdächern kombiniert wurden.

Teilintegrierter Carado Perfect

Ausgebaute Kastenwagen nutzen die kompletten Stahlblechkarosserien von Transportern oder Kleinbussen, bei Alkovenmobilen und Teilintegrierten bilden Fahrgestelle mit serienmäßigem Fahrerhaus die Basis des Reise-Fahrzeugs. In der Königsklasse des Wohnmobil-Baus, bei den Integrierten, kommen lediglich Fahrgestelle zum Einsatz. Der Wohnaufbau ist von vorne bis hinten durchgängig neu karossiert. Der Aufbau integriert auch das Fahrerhaus mit den beiden Fahrerhaussitzen. Diese können nach hinten gedreht und so in die Sitzgruppe mit einbezogen werden. Womit auch klar ist, woher diese Fahrzeug-Gattung ihren Namen hat.

Campingbus mit festem Hochdach Ford Nugget

Integrierte sind die teuerste Ausführung eines Wohnmobils. Ihre Form erinnert mit den großen Frontscheiben an einen Reisebus. Im Fahrerhaus gibt es oft ein Hubbett, also ein über den Fahrerhaussitzen vom Dach her absenkbares Doppelbett. Die relativ großen (bis hin zum echten Reisebus-)Chassis, die beim Integrierten zum Einsatz kommen, sorgen für kaum zu toppenden Fahr- und Wohnkomfort. Ist die „Landyacht“ für den Ausflug in den malerischen Weinort zu üppig geraten, kein Problem: Bei etlichen Integrierten gibt es eine Heckgarage. Darin haben entweder motorisierte Zweiräder, der Smart oder selbst ausgewachsene Sportwagen Platz. Vor allem die relativ hohen Anschaffungskosten – ein Integrierter kann durchaus mehr als eine Million Euro kosten – sorgen dafür, dass die rollenden kleinen Wohnungen keine Massenware sind.

Integrierter Hymer Duomobil

Günstiger kommt man mit einem Pick-up mit fest montierter oder absetzbarer Wohnkabine weg. Basisfahrzeuge sind (oft allradgetriebene) Pritschenwagen mit offener Ladefläche und einem Fahrerhaus mit Platz für zwei bis sechs Personen Platz. Auf der Ladefläche – oder statt dieser – wird eine Wohnkabine montiert. So ist das Fahrzeug außerhalb der Urlaubszeit für Transporte nutz- und möglicherweise auch steuerlich absetzbar. Je nach Bauart kann die Kabine in etwa zehn bis zwanzig Minuten (de-)montiert werden. So ist das Basisfahrzeug am Urlaubsort für Ausflüge und Erkundungen bereit. Eine Wohnkabine ist ab etwa 25 000 Euro zu haben.

Pick-up mit Wohnkabine von Bimobil

Relativ elegant lässt sich das Platzproblem mit einem Wohn-Sattelzug lösen, wie sie vor allem in den USA beliebt sind. Auf der Pritsche eines Pick-ups wird zum Ziehen eines Wohnaufliegers eine Sattelkupplung montiert. Der Vorteil gegenüber einem Wohnwagen-Gespann ist das bessere Fahrverhalten und die (bei gleicher Wohnraumlänge) geringere Gesamtlänge des kompletten Zugs, da ein Teil der Wohnfläche über die Pritsche ragt.

Pick-up mit Wohnauflieger Sattelzug von Tischer

Wer abseits ausgefahrener Touristenpfade unterwegs sein will, der greift zum Fernreise- oder Expeditionsmobil. Auch hier gilt es, den geeigneten Kompromiss zwischen (noch) handlichen Abmessungen und ausreichendem Wohn- und Lebensraum zu finden. Kleinere Mobile basieren auf Geländewagen, meist von Toyota, Land Rover oder Mercedes-Benz. Die Ausstattung ähnelt denen in den ausgebauten Kastenwagen, ebenso steht es um die aufstellbaren Schlafdächer. Die mittlere Klasse reicht bis etwa siebeneinhalb Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, mit Basisfahrzeugen von Mercedes, VW, Iveco oder MAN, immer in Kombination mit traktionsförderndem Allradantrieb. In der „großen“ Klasse kommen selbst 8x8-getriebene Allrad-Lkw zum Einsatz. Und das zu Preisen, die auch schon einmal siebenstellig werden können. Für das Geld kann man dann aber auch mitten in der Wüste Mozart aus den Lautsprechern der Multimedia-Anlage bei einem edlen Tropfen aus dem bordeigenen Weinvorrat genießen. 
Expeditionstaugliches Fernreisemobil von Bimobil


Fotos: Hersteller
Text: Auto-Medienportal.net (ampnet/gp)

Donnerstag, 4. August 2016

Neue Sprinter Reisemobile von Dopfer Reisemobilbau

Gleich mit drei neuen Fahrzeugen kommt Dopfer Reisemobilbau zum diesjährigen Caravan-Salon nach Düsseldorf (26.8.-4.9.2016). Das Unternehmen aus Neuburg in Bayerisch-Schwaben konzentriert sich dabei auf kompakte Alkoven-Mobile und auf Fahrzeuge mit Rundsitzgruppe im Heck.

Dopfer Individual 302 A

Der Dopfer Individual 302 A ist ein mit 5,62 Metern Länge recht kompakt ausgefallenes Alkovenmobil auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter. Im Innenraum bietet das Fahrzeug, gedacht für ein reisendes Paar, viel Stauraum und Platz zum Wohnen. Das Alkovenmobil bietet einen Möbelbau aus geölter Kernbuche, eine Winkelküche, eine separate Dusche, eine bequeme Sitzgruppe sowie ein großes Alkovenbett und eine Fahrradgarage.

Dopfer Individual 422 A

Der Dopfer Individual 422 A baut auf dem allradgetriebenen Mercedes Sprinter auf. Er bietet eine gemütliche Rundsitzgruppe im Heck sowie einen großen Längsalkoven mit Einzelbetten. Obendrein verfügt er über ein Raumbad und einen großzügig dimensionierten Küchenbereich. Das Fahrzeug bietet viel Stauraum und Bewegungsfreiheit – und ist auch ohne Allradantrieb zu haben.

Dopfer Individual 582 TI

Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von sechs Tonnen tritt der Dopfer Individual 582 TI an. Das teilintegrierte Reisemobil nutzt den Sprinter mit Alko-Tiefrahmen in der Version als Dreiachser als Basisfahrzeug. An die Sitzgruppe mit integriertem Fahrerhaus schließen sich die L-förmige Küche und das große Raumbad an. Bequeme, längs angeordnete Einzelbetten im Heck komplettieren das Zwei-Personen-Fahrzeug. Eine moderne technische Ausstattung mit Internet-Sat-Anlage und I-Mac-PC-Anlage sorgen überall auf der Welt für Information, Kommunikation und Unterhaltung. Der Ausbau ist in Walnuß-Holz gehalten, kombiniert mit weißen Küchen- und Badmöbeln.

Fotos: Dopfer
Text: Auto-Medienportal.net (ampnet/gp)

Sonntag, 6. März 2016

Bürstner Ixeo it 680 G ist „Reisemobil des Jahres“

Der Bürstner Ixeo it 680 G ist in den Niederlanden zum „Reisemobil des Jahres“. Die Wahl traf der Automobilclub ANWB, vergleichbar mit dem ADAC, mit einer Fachjury des führenden Caravan-, Reisemobil- und Campingsmagazin des Landes, dem „KCK”. Der Ixeo war erst vor wenigen Tagen für sein Innendesign mit „European Innovation Award of Camping Industry“ ausgezeichnet worden.


Die Redakteure verweisen in ihrer Begründung unter anderem auf das Hubbett, das auf Knopfdruck elektrisch bis auf Sitzhöhe abgesenkt werden kann. Dadurch ermöglicht es einen bequemen Einstieg und zwei Meter Länge. Der Ixeo it 680 G biete zudem eine ausgezeichnete Innenhöhe von 195 Zentimetern,, ein großzügiges Bad quer im Heck und dennoch eine praktische Heck-Garage. Die Möbelgestaltung, die Küche und die großzügige Sitzgruppe für bis zu sieben Personen haben die Jury ebenfalls überzeugt.




Der Bürstner Ixeo it 680 G hat noch eine weitere Wahl gewonnen. Die dänische Tageszeitung „BT” kürte ihn zum „Reisemobils des Jahres 2016”. Nach dem „European Innovation Award“ in Deutschland, dem „National Motorhome Award“ in England und „Reisemobil des Jahres“ in Holland ist es die vierte Auszeichnung für das 6,99 Meter lange Modell. Zur Begründung für die Wahl nennt die dänische Redaktion „die Fülle an Innovationen”, das Design, die Flexibilität in der Nutzung und ein gutes Preis-Wert Verhältnis. Überreicht wurde die Auszeichnung auf der dänischen Messe „Ferie for Alle“ an Intercamp, den dänischen Bürstner-Importeur.

Die Außenmaße des Ixeo it 680 G betragen ca. 699 x 230 cm, die Preise beginnen bei 58.890 €.

Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/jri)
Fotos: Bürstner

Samstag, 9. Januar 2016

Drei Sonderserien bei Challenger

Mit drei Sonderserien startet Challenger in das neue Jahr. Der Graphite Edition 398 XL ist mit einem 1,60 x 2,00 Meter großem und höhenverstellbarem Zentralbett ausgestattet. Im Innenraum betonen exklusive Polster- und Dekostoffe den individuellen Charakter, von außen der grau getönte Aufbau. Bei einem Grundpreis von 54.990 Euro ergibt sich durch den erweiterten Ausstattungsumfang eine Ersparnis von mehr als 12.000 Euro.
Sonderausstattumg im Wert von über 11 000 Euro haben der Challenger Quartz 277 GA und der 284 GA auf Basis des Ford Transit an Bord. Die 6,49 Meter bzw. 6,99 Meter langen Reisemobile verfügen unter anderem über eine rollertaugliche Garage unter den Betten, ein zusätzliches Hubbett, einen klappbaren fünften Sitzplatz und einen 141 Liter großen Kühlschrank. Die Preise beginnen bei 47.990 Euro.
Dem Trend zum Kastenwagen folgt die Sonderedition des 5,99 Meter Querbettwagens Vany 114, die über ein exklusives Dekor und eine ebenfalls umfangreiche Ausstattung mit einem Wertvorteil von mehr als 9.000 Euro. Der Grundpreis von 39.990 Euro zielt vor allem auf Neueinsteiger.

Fotos: Auto-Medienportal.Net/Challenger
Text:  Auto-Medienportal.Net(ampnet/jri)

Montag, 4. Januar 2016

Willi-Wood - Hundehütten und Küchenkisten für Camper

Er heißt Matthias Wilke und ist Tischlermeister. Aber alle nennen ihn nur Willi. Seit 1998 ist er selbständig, mit einer kleinen Tischlerei in Brieselang. Dort baut er unter anderem Hundehütten – in Form von Fahrzeugen und Anhängern. Auf die Idee brachte ihn ein Kunde. Der war auf der Suche nach einer Hundehütte. Auf die Frage, wie sie denn aussehen solle, bekam der Tischler zur Antwort: „Bau mir mal was anderes.“ Willi baute eine Hundehütte in Form eines Bauwagens, der weitere Modelle folgten.

Hundehütte Land Rover


Die Hundehütten bestehen aus verleimtem Sperrholz, sind wärmegedämmt, wasserfest und außentauglich und haben meist ein aufklappbares Dach für die Reinigung. Die Unikate sind mit eigenem Fahrgestell auch als „mobile home“ zu bekommen. So etwa ein Land Rover Defender, 55 Kilo schwer und 470 x 700 x 450 mm groß. Der britische Allrad-Methusalem für den Vierbeiner kostet 2200 Euro. In einer ähnlichen Preisklasse liegt mit 2150 Euro der Zirkuswagen mit Blechdach und einer Massivholzverkleidung in Eiche. Er wiegt 48 Kilogramm und ist innen 450 x 720 x 450 mm groß.




Schon für 680 Euro gibt es den 15 Kilo schweren Bauwagen (Innenmaße 290 x 490 x 290 mm). Campingfreunde, die ihrem Vierbeiner einen Wohnwagen spendieren wollen, sind mit 1520 Euro dabei. Dafür bekommt Bello einen 32 Kilo schweren Caravan, der innen 400 x 750 x 400 mm groß ist. Ab 1450 Euro ist ein grauer Zirkuswagen zu kriegen. Für Freunde von Toyota-Geländewagen gibt es das „Buschtaxi“. Die Land-Cruiser-Nachbildung ist satte 83 Kilo schwer, bietet ein Innenmaß von 470 x 700 x 450 mm und kostet 2800 Euro.

Matthias Wilke (alias Willi-Wood) hat außerdem zusammen mit einem Freund für lange Autoreisen die „Travellers Kitchen“ entworfen. Das ist eine kompakte Küchenkiste, hergestellt aus geöltem Multiplex-Birke. Die Arbeitsflächen – also die Oberseite der Kiste und die Innenseite der Klappe – sind mit lichtgrauem CPL beschichtet und damit kratz- und wasserfest. Die Küchenkiste ist 675 x 390 x 465 mm groß und bietet Platz für alle nützlichen und wichtigen Küchenhilfsmittel. Willi bietet sie unbestückt für 430 Euro zur „Selbsteinrichtung“ an, optional ist Travellers Kitchen zum Preis von 620 Euro auch voll ausgestattet und reisefertig lieferbar. Als Zubehör bietet Willi für 140 Euro einen Küchenhocker an. Dieser lässt sich aber auch als Tisch oder zusätzliche Arbeitsfläche nutzen. Zum Transport wird er einfach über die Travellers-Kitchen gestülpt. Bei Travellers Kitchen in der Deluxe-Version ist zu einem Preis von 695 Euro ein Küchenhocker mit dabei.

Travellers Kitchen

Travellers Kitchen geschlossen

Neben der Küchenkiste bietet Wilke (www.willi-wood.de) auch die Travellers Box an, ebenfalls aus geölter Multiplex-Birke gefertigt und mit kratz- und wasserfest beschichteten Arbeitsflächen versehen. Durch eingefräste Nuten sind die vier Zwischenböden der Box in der Höhe verstellbar. So kann sie universell genutzt werden, etwa als Lebensmittelschrank, für Kleidung oder zum Selbsteinrichten einer Küchenkiste. Die Travellers Box ist 675 x 390 x 465 mm groß und für 355 Euro zu bekommen.

Camp Kitchen
Camp Kitchen ist eine weitere Küchenkiste in den Abmessungen von Travellers Kitchen. In den aufklappbaren Türen finden sich Halterungen für Gewürze, Hilfsmittel und eine Küchenrolle. Durch Aufklappen lässt sich die Arbeitsfläche auf eine Größe von 1300 x 390 mm erweitern. Zur besseren Einteilung kann einer der Zwischenböden entfernt werden. Selbstbestücker zahlen 630 Euro.

Fotos: Auto-Medienportal.Net/Matthias Wilke
Text:  Auto-Medienportal.Net(ampnet/gp)

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Reisemobil Studie Triaca - Etwas Bio und erfrischend anders

In Zusammenarbeit mit den Universitäten Florenz und Siena hat der italienische Reisemobilhersteller Roller Team die Studie Triaca entworfen. m Mittelpunkt der Entwicklung standen die nachhaltige Produktion und Nutzung des Reisemobils. Basis der Studie ist ein klassisches Reisemobil der Marke, für die Seitenwänden wurden jedoch spezielle, natürliche Fasern aus Basalt verwendet. Sie senken das Gewicht dieser Komponenten um 30 Prozent, was natürlich auch den Treibstoffverbrauch reduziert. Auch die Polsterstoffe sind aus Naturfasern und recycelten Kunststoffen. Der Boden besteht aus Eco-Malta, einem leichtem Spachtel-Material mit hoher Kratz- und Belastungsfestigkeit.

Roller Team Studie Triaca

Bewusst hat man für die Reisemobil-Studie eine kompakte Aufbaulänge von 5,99 Meter gewählt, auch um Gewicht und damit Energieverbrauch zu senken. Um zusätzlich Raum zu gewinnen konstruierte das Entwicklungsteam ein elektromechanisches Hubdach mit einem Doppelbett, das mit Faltenbälgen und einem elektronisch gesteuertem Scheren-Gelenkantrieb für die Branche neue Wege aufzeigt.


Das Mobiliar ist modular. So lässt sich die seitliche Sitzbank auch als Lesesessel mit einer elektrisch ausfahrbaren Fußstütze nutzen. Ein anderer Teil der Sitzbank kann herausgezogen werden und dient so als freistehender Hocker oder als Beistelltisch. Auf Knopfdruck wird die gesamte Sitzgruppe zum Doppelbett. Auch im Bad sparen ein Klappwaschbecken und eine Monoblock-Armatur Platz. Je nach Nutzung sind die Möbel aus Holz (für die Sitzmöbel), aus MDF (Küche) oder PRAL (Küche, Bad). Know-how im Leichtbau ist beispielsweise in der in Wabenstruktur gefertigten Aluminiumklappen der Schränke erkennbar.



Die Bordtechnik kommt vollständig ohne Gas aus. Beim Triaca setzen die Techniker auf Solarenergie und Lithiumionen-Akkus als Energiespeicher. Für die effiziente Nutzung der Ressourcen an Bord kommt intelligente Technik zum Einsatz. So wird beispielsweise Luft am Wasserauslass hinzugefügt, so lässt sich der Wasserverbrauch in Küche und Bad um bis zu 70 Prozent reduzieren.


Das bordeigene Control-Panel lässt sich auf die jeweilige Zahl an Passagieren einstellen. Es berechnet dann, wie lange etwa die vorhandenen Reserven an Frischwasser noch ausreichen. Zur Erweiterung der Arbeitsfläche in der Küche ist das Kochfeld abnehmbar. Es bedient sich moderner Induktionstechnik. Auch der Kompressor-Kühlschrank mit Gefrierfach benötigt keine fossilen Brennstoffe. Er wird über das solargespeiste Bordnetz betrieben. Kühlfach und Gefrierfach werden separat gesteuert, so wird auch hier der Energieverbrauch optimiert. Werden keine Lebensmittel im Gefrierfach gelagert, wird auch keine Energie verbraucht.

Durch diese Maßnahmen sinken laut Roller Team gegenüber einem vergleichbaren Fahrzeug aus herkömmlicher Produktion der CO2-Fußabdruck um elf Prozent und der kumulierte Gesamtenergieverbrauch um 24 Prozent. 

Fotos: Auto-Medienportal.Net/Roller Team
Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/gp)

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Sommerreifen im Winter: Hohe Strafen im Ausland

Nach den ersten Schneefällen in weiten Teilen Deutschlands sind Winterreifen vielerorts jetzt Pflicht: Wer trotz winterlicher Straßenverhältnisse mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld bis 80 Euro und einen Punkt in Flensburg. In anderen europäischen Ländern sind die Strafen teils deutlich höher, warnt der ADAC. Autofahrern, die trotz der Winterreifenpflichten mit Sommerpneus unterwegs sind, drohen teils drastische Bußgelder. In Tschechien werden bis zu 92 Euro, in Frankreich 135 Euro und in Italien bis zu 338 Euro fällig. In Österreich kann das Bußgeld in Einzelfällen bis zu 5000 Euro betragen.


In Österreich müssen Autofahrer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Winter- oder Ganzjahresreifen unterwegs sein. Keine generelle Winterreifenpflicht gibt es hingegen in der Schweiz. Autofahrern drohen aber Bußgelder, wenn sie auf verschneiten Straßen mit ungeeigneter Bereifung den Verkehr behindern. In Tschechien gilt bis 31. März eine allgemeine Winterreifenpflicht.

In Frankreich werden Winterreifen situationsbedingt durch Schilder vorgeschrieben. Auch in Italien entscheiden die lokalen Behörden häufig situativ. Die Ausnahme stellt Südtirol dar, denn hier besteht bis 15. April eine generelle Winterreifenpflicht auf der Brennerautobahn (A 22) und im Stadtgebiet Bozen. Bei winterlicher Witterung sind in ganz Südtirol Winterpneus vorgeschrieben.

In Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz können die Behörden örtlich auch die Verwendung von Schneeketten anordnen. Die Ketten müssen in der Regel mindestens an den Antriebsrädern montiert werden.

Österreich und Tschechien schreiben eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern vor. Das entspricht auch der Empfehlung des ADAC für deutsche Autofahrer, auch wenn hierzulande der Gesetzgeber lediglich 1,6 Millimeter Profil fordert.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Nokian
Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/nic)